Schon seit der Gründung der Universität im Jahre 1460 wird in Basel Philosophie gelehrt. Heute ist das Fach eine eigenständige Disziplin, welche von drei Lehrstühlen unterrichtet wird. Diese lange Institutions- und Wissenschaftsgeschichte der Philosophie wurde an der Tagung „Philosophie in Basel – Prominente Denker des 19. und 20. Jahrhunderts“, veranstaltet von Prof. Dr. Emil Angehrn und PD Dr. Wolfgang Rother, beleuchtet. In verschiedenen Beiträgen wurden bedeutende Vertreter der Philosophie an der Universität Basel vorgestellt und an ihrem Wirken aufgezeigt, wie sich die Disziplin entwickelte und ausdifferenzierte. Philosophie, seit Gründung der Universität als Teil der ‚Artistenfakultät’ mit propädeutischen Funktionen betraut, wurde 1819 als akademisches Fach mit einem gesetzlichen Lehrstuhl eingerichtet. Dabei wurde das Fach im 19. und 20. Jahrhundert in enger Verbindung mit Pädagogik und Psychologie gelehrt, die sich in Basel erst in den letzten Jahrzehnten als eigenständige Disziplinen etablierten.
Das Aufspüren und Reflektieren dieser Linien der Institutionsgeschichte, so Organisator Angehrn, war zugleich Ursprung und Ziel der Tagung: „Dadurch, dass wir uns bestimmte Personen in Erinnerung rufen, können wir Teile der Geschichte vergegenwärtigen.“
(Rahel Walser)







